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Meteodat-S
Die teilautomatische Wetterstation Meteodat-S ist österreichweit im Einsatz als Tawes/Taklis-Station des Wettermeßnetzes der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG Hohe Warte).
Darüber hinaus ist Meteodat-S sowohl im Bereich der meteorologischen Forschung wie auch auf Österreichs Flughäfen im Einsatz. Neben der wohl bekanntesten Wetterstation, am Sonnblick in 3000 Meter Seehöhe, ist auch das für die Meteorologie historisch bedeutsame Stift Kremsmünster mit einer Meteodat-Sonderstation ausgerüstet. Weitere Sonderstationen befinden sich in der Universität Innsbruck und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, in Klagenfurt, Steinach/Irdning, Lysimeteranlage Großenzersdorf, und selbstverständlich auch direkt in der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien (Hohe Warte). Das nebenstehende Bild vermittelt einen Eindruck von der exponierten Lage des Sonnblick Observatoriums. Diese Forschungsstelle ist ganzjährig in Betrieb und zählt damit zu den wichtigsten Einrichtungen für Klimaforschung in Europa. |
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Tawes/Taklis
Bedingt durch die ausgeprägt vertikale Gliederung besitzt Österreich ein relativ dichtes Netz an Wetterstationen. Diese von ehrenamtlichen Wetterbeobachtern bedienten Stationen werden seit 1981 schrittweise durch automatische Wetterstationen ersetzt. Zur Zeit sind über 150 Meteodat-Stationen im österreichischen Wettermeßnetz im Einsatz.
Die automatisch erfaßten Meßwerte werden durch Augenbeobachtungen ergänzt: zum Beispiel Wolkenhöhe, Wolkenart, Sichtweite und Niederschlagsart. Die wichtige Bedeutung des menschlichen Beobachters manifestiert sich auch durch die Namensgebung "teilautomatisch" in den Bezeichnungen der Stationstypen: |
Hohe Warte (ZAMG Wien)
Austro Control Umweltbundesamt World Meteorological Organisation (WMO) Eumetnet Deutscher Wetterdienst Schweizer Wetterdienst Bundesverband der deutschen Luftfahrt Meteorologie-Datenbank PenState University Meteoalpin Weather4You Wetter Online Reisewetter CNN Wetter Yahoo Wetter Meteo Channel |
Das nebenstehende Bild zeigt die
Eingabe von Sichtbeobachtungen durch den lokalen Observer. |
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Systemkonzept
Die automatische Wetterstation basiert auf einem modularen 8-Bit Mikroprozessorsystem (Motorola 68xxx) und besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:
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Datenverarbeitung
Meteodat-S ist in der Standardversion für 16 Meßkanäle ausgelegt, eine Erweiterung auf bis zu 45 Meßkanäle ist bei voller Datenverarbeitungstiefe möglich. Im Durchschnitt wird pro Meßkanal einmal pro Sekunde eine Messung durchgeführt, das ergibt pro Tag über eine Million Einzelmessungen (Rohdaten).
Über 60% dieser Rohwerte werden ohne weitere Verarbeitung verworfen, die verbleibenden "Meßwert-Stichproben" werden durch Mittelung oder Summierung komprimiert beziehungsweise gezielt nach Extremwerten durchsucht. Durch die große Anzahl an Rohdaten sind einzelne Meßfehler (Ausreißer) ohne Bedeutung für die Qualität der Messung. Einerseits, weil sie bei extremen Abweichungen durch korrekte Meßwerte ersetzt werden (Plausibilitätsprüfung), andererseits, weil sie bei geringen Abweichungen weggemittelt werden. |
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Sensoren
Meteodat-S ist in der Standardversion für folgende Sensoren ausgelegt:
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